Kürzlich haben wir uns mit Bezirksrätin Stephanie Burgmaier getroffen. Im Mittelpunkt stand der intensive fachliche Austausch über das Konzept „Kunterbunte Lebens:t:räume – Ziemlich Beste Freunde“ und die Frage, wie Politik solche Angebote strukturell stärken kann.
Für Kunterbunte Inklusion e.V. war das Gespräch ein wichtiger Schritt, um die Bedarfe von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen und deren Angehörigen einmal mehr sichtbar zu machen. Burgmaier, seit 2014 Kreisrätin und seit 2019 Vorsitzende der Kreistagsfraktion, kann mit ihrer Unterstützung wichtige Signale setzen.
Sie knüpfte an ihren Appell zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung an: Es reicht nicht, nur über Inklusion zu reden – entscheidend ist, sie im Alltag zu leben. Ihr Leitgedanke „nicht übereinander reden, sondern miteinander“ passt genau zum Anspruch des Projekts, einen Ort für Begegnung auf Augenhöhe zu schaffen.
Damit aus den besprochenen Ideen Realität wird, braucht das Projekt nun passende, barrierefreie Räumlichkeiten mit Platz für Tagesförderung, Begegnungsräume und ein Café in gut angebundener Lage. Wer hierbei unterstützen kann, hilft mit, dass der politische Rückenwind aus dem Treffen vor Ort sichtbar wird – als bunter Lebensraum für Menschen mit und ohne Behinderung.
Inklusion beginnt nicht auf dem Papier – sie entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander leben, voneinander lernen. Genau so einen Ort möchten wir von Kunterbunte Inklusion e.V. schaffen: eine inklusive Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderung, verbunden mit einem offenen Café als Treffpunkt für das ganze Quartier.
Damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, suchen wir eine passende Immobilie in der Region Dachau oder München. Und vielleicht kennst du genau den richtigen Ort.
Details findest du im folgenden Anforderungsprofil.
Das 57Festival ist ein neues Musik-Festival in der Nähe von München. Der Kunterbunte Inklusion e.V. ist mit dabei unter dem Motto WAS MACHT DICH EINZIGARTIG?
Hier kannst Du Musik hören, Spaß haben und Leute kennenlernen.
💝 Die Stimmung ist locker und freundlich.
👱♀️👩🦰👱 Das Festival ist von jungen Menschen für junge Menschen gemacht.
Das gibt es beim Festival:
🎤 Es gibt eine große Bühne. Sie heißt MAIN STAGE. Dort spielen von 18:45 Uhr bis 22:00 Uhr drei bekannte Musiker: Ritter Lean, Dani Lia und Gianni Suave. (Ticket kaufen! 💸)
🎤 Es gibt noch eine zweite Bühne. Sie heißt YOUTH STAGE. Dort spielen von 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr junge Bands, Musikerinnen und DJs. (Kostenfrei 👍)
🤹♂️ Beim Jugendhaus Karlsfeld gibt es von 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr viele bunte Stände. (Kostenfrei 👍).
🍔🥤Für Essen und Trinken ist gesorgt. (Sie kosten etwas💸)
Wichtig zu wissen:
Nur für die MAIN STAGE brauchst du ein Ticket. 💸 Das Ticket kostet ab 11,34 €
Mit einem Schwer-Behindertenausweis mit GDB 50kommt die Begleitpersonkostenlos rein.
💜 Wir möchten, dass sich alle Menschen beim Festival wohlfühlen. 🤗
💛 Alle sind freundlich zu anderen.
💝 Respekt und Rücksicht sind uns sehrwichtig.
und
57FESTIVAL2025 ist für ALLE da!
🤳🏻 Sarah hilft Menschen mit Behinderung. Wenn du Hilfe brauchst, dann ruf Sarah an: 0160/90322784
🚪 Menschen mit Behinderung werden schneller hineingelassen. Melde dich bitte.
🅿️ Parkplätze für Menschen mit Behinderung sind ganz Nahe am Eingang.
🗺️ Du kannst vorher einen Lageplan bekommen und uns sagen, was du brauchst.
🚽 Es gibt eine barrierefreie Toilette.
🚾 Für Erwachsene gibt es ein Zelt mit Liege zum Wechseln von Inkontinenzmaterial.
😴 Ein Raum (⛺️) zum Ausruhen ist auch da.
🫶🏻 Du bist nicht allein, komm zum Stand des Vereins @kunterbunteinklusion hinter dem Jugendhaus.
💝 Es warten von 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr coole Aktionen und nette Leute auf dich.
🫠 Wenn es dir nicht gut geht, kannst du immer mit den MitarbeiterInnen in den lila 💜Westen sprechen.
🔥 Danke an den @kjr_dachau, dass alle Teenies und junge Erwachsene beim 57Festival dabei sein können.
Zeitungsbericht über unser Vereinsmitglied Katharina Walser.
„Am erfolgreichen Inklusionsprozess ist das kunterbunte Selbsthilfe-Netzwerk nicht ganz unschuldig, laut der Mutter kamen entscheidende Informationen und Impulse, und auch der Mut, weil auch andere Familien schon gute Erfahrungen gemacht hatten, aus dem Netzwerk von Kunterbunte Inklusion e.V.“
Königsdorf – Seit ihrer Geburt ist Katharina Walser schwerstbehindert. Rund um die Uhr muss die Königsdorferin betreut werden. Trotzdem besucht sie seit der ersten Klasse die Grund- und Mittelschule in ihrem Heimatort. Wie der Unterricht mit der Neunjährigen funktioniert, und wie ihre Mitschüler davon profitieren, berichtet Lehrer Benedikt Hirschmann (30) im Gespräch mit Redakteurin Franziska Konrad.
Herr Hirschmann, Sie sind Klassenlehrer der 3/4b in Königsdorf. Unter Ihren Schützlingen ist Katharina Walser, ein schwerstbehindertes Mädchen. Wie muss man sich bei Ihnen den Unterricht vorstellen?
Im Endeffekt wie in jeder Klasse. Bei uns findet ganz normaler Unterricht statt. Die Tatsache, dass da Katharina hinten im Klassenzimmer sitzt, ändert nichts an der Art und Weise, wie ich unterrichten kann.
Ist Katharina jeden Tag die ganze Zeit dabei?
Ganze Tage sind sehr, sehr selten. Meistens ist Kathi halbe Tage bei uns, manchmal auch nur ein- bis zwei Unterrichtsstunden. Das kommt immer auch auf ihre weiteren Termine an. In der Regel versuchen die Eltern, Katharina gleich in der Früh zusammen mit ihrer Krankenpflegerin in die Schule zu schicken. Oft geht sie nach der dritten, vierten Stunde wieder heim. Es hängt immer von ihrer Tagesform ab. Man merkt relativ schnell: Passt es heute oder nicht? Dann kann man sich darauf ausrichten.
Beteiligt sich das Mädchen am Unterricht? Oder ist es eher stiller Zuhörer?
Katharina kann nicht sprechen. Genauso fehlen ihr andere wichtige körperliche Grundfunktionen, wie das Schlucken. Heißt: Sie nimmt rein körperlich passiv am Unterricht teil, Kathi kann sich zum Beispiel nicht melden. Die Verständigung zwischen uns ist aber insofern möglich, da wir über „Ja“ und „Nein“ miteinander kommunizieren können.
Wie läuft das ab?
Durch Blinzeln kann Katharina auf Suggestivfragen antworten: Blinzeln heißt ja, nicht Blinzeln heißt nein. Das beschränkt natürlich die Kommunikation. Aber es ist nicht unmöglich, sich mit ihr auszutauschen oder auch abzufragen, womit sie einverstanden ist – und womit nicht.
Kommuniziert Katharina genauso mit ihren Mitschülern?
Ja, auf jeden Fall. Bei uns gilt sowieso die Regel, dass die Kinder mit ihr gemeinsam etwas im Unterricht unternehmen sollen. Das kann eine einfache Version sein, dass ihre Mitschüler sich neben Katharina setzen und sich reihum Rechenaufgaben stellen. Kathi kann zwar nicht antworten, aber sie ist dabei. Genauso wie bei interaktiven Sachen. Da wird beispielsweise etwas vorgelesen, worauf die Kinder mit Ja oder Nein antworten. Hier kann Katharina direkt mitmachen. Also sie ist auf keinen Fall isoliert. Das ist ja auch nicht der Sinn von Inklusion. Sondern sie ist medizinisch betreut in einer ganz normalen Klasse, in der die anderen Schüler von sich aus mit ihr interagieren wollen. Bei uns kommt ständig die Frage: „Dürfen wir mit der Kathi etwas machen?“
Funktioniert das auch im Sportunterricht?
Letztendlich geht es bei Katharina immer ums Dabeisein. Am Sport nimmt sie oft als Beobachterin teil. Manchmal ist da zwar die Lautstärke ein bisschen das Problem, da sie lärmempfindlich ist und dann auch körperlich mal reagiert. In solchen Fällen bekommt Kathi Kopfhörer als Gehörschutz. Aber es gibt auch Formate von Sportstunden, in denen sie mitwirken kann, zum Beispiel beim Fangenspielen. Oder letztes Mal haben wir den langsamen Walzer geübt für unseren Winterball. Da sind die Kinder mit ihr im Rollstuhl herumgefahren. Auch für mich als Lehrer war das ein schöner Augenblick.
Warum?
Katharina war mittendrin unter ihren tanzenden Klassenkameraden. Immer mal wieder wurde sie von jemand anderem, zwischen den Pärchen herumgeschoben. Wenn man Kathi und ihre Mimik ein bisschen kennt, sieht man ihr an, ob sie Spaß hat. Und das war für sie einfach ein toller Moment. Und alle Momente, in denen die Katharina lacht, sind für mich als ihr Lehrer schön.
Wie wirkt sich das Zusammensein mit Katharina auf ihre Klassenkameraden aus?
Es wirkt sich auf jeden Fall sehr, sehr positiv auf das soziale Klima bei uns aus. Die Kinder gehen jetzt das vierte Schuljahr mit Kathi in eine Klasse. Ich würde die Schüler als wesentlich offenherziger beschreiben, generell als flexibler und nie voreingenommen gegenüber anderen. Das spürt man ganz, ganz deutlich.
Inwiefern profitiert Katharina von der ganzen Sache?
Da ist natürlich erst einmal die Grundfrage von Inklusion: Deren Ziel soll sein, dass man Kinder wie Katharina nicht extra beschult, sondern normal mit anderen Gleichaltrigen integriert. Kathi profitiert bei uns dadurch, weil sie in der ganzen Gesellschaft – sowohl in der Klasse als auch in der Schule – aber auch genauso in Königsdorf, so gut integriert ist. Dass sie auf Kindergeburtstage eingeladen wird, dass man sie einfach kennt und dass dieses Thema Inklusion im Dorf einen hohen Stellenwert bekommt. Mich freut es total, wenn ich höre, dass Katharina wieder auf einem Kindergeburtstag eingeladen war. Letztendlich ist das das schönste Ziel, welches man sich setzen und erfüllen kann in der Inklusion.
Erleben Sie auch Schwierigkeiten im Unterricht?
Ich würde es nicht als Schwierigkeiten, sondern in erster Linie als Herausforderung beschreiben: Die Geräte von Katharina machen ab und zu Geräusche. Dann müssen sich die Kinder gut konzentrieren, sich davon nicht ablenken zu lassen. Unterm Strich klappt das aber sehr gut. Entweder hören es ihre Mitschüler nicht mehr oder sie ignorieren es, weil sie es gewohnt sind. Andere Kinder, die etwa in Vertretungsstunden in unsere Klasse kommen, schauen erst einmal hin, registrieren dann den Rest der Klasse, den es nicht interessiert – und schauen wieder weg.
… und vor welchen Herausforderungen stehen Sie als Lehrer?
Zu schauen, dass Katharina bestmöglich involviert ist. Nicht immer ist das leicht, und ich bin mir mit ihren Eltern darüber einig: Als Lehrer mit 23 Schülern in der Klasse kann ich keine Einzelinklusion als Eins-zu-eins-Betreuung umsetzen. Dieser Punkt ist allen Beteiligten klar – das ist auch nicht das Ziel. Sondern vielmehr, dieses Miteinander bei uns im Rahmen zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen.
Quellenangabe: Isar-Loisachbote vom 06.03.2025, Seite 37
Pressemitteilung zur Fachtagung „Gemeinsam in Vielfalt lernen“ am 15. Februar 2025 in Dachau
Bildungsgerechtigkeit und Inklusion jetzt!
Trotz etlicher grippebedingter Absagen erfreute sich die Fachtagung „Gemeinsam in Vielfalt lernen“ des Bündnisses Gemeinschaftsschule Bayern guter Nachfrage. Mehr als 100 höchst interessierten Besucher*innen kamen aus dem ganzen Bundesgebiet, bis hinauf nach Schleswig-Holstein. Dagegen waren die Vertreter*innen der bayerischen Staatsregierung und des Kultusministeriums trotz mehrfacher Einladung dieser Tagung ferngeblieben. Inklusion kennt keine Auswahl Im modernen und hellen Schulhaus der Montessorischule Dachau eröffnete Prof. em. Hans Wocken die Tagung mit seiner Keynote „Inklusionsreform in Bayern – Eine kritische wissenschaftliche Bilanz“. Pointiert stellte er die bayerische Fehlentwicklung dar. Inklusion bedeute: weniger Schüler*innen an Förderschulen und mehr davon an allgemeinen Schulen. Wocken zeigte anhand von sorgfältig recherchierten Zahlen, dass der Anstieg von Inklusionsschüler*innen in Bayern nur durch zusätzlich generierten Förderbedarf und eine Steigerung der Förderquote erfüllt wird, während die Förderschulen seit 2011 gleichbleibende Schülerzahlen aufweisen. Scharf kritisierte Wocken zudem, dass für die inklusive Beschulung die fittesten Schüler ausgewählt würden. Inklusion kenne per se keine Auswahl!
Den Frontalunterricht abschaffen
Im Anschluss widmete sich eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Warum die Gemeinschaftsschule zukunftsweisend ist“ den pädagogischen Fragen des gemeinsamen Lernens. Konstanze von Unold (Bayerischer Grundschulverband), Prof. Hans Wocken, Stefan Ruppaner (ehem. Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen), Dr. Michael Kirch (LMU München), Vanessa Hartmann (Familientreff Inklusion / Medienwerkstatt Franken e.V.) und Engelbert Schmidt (Aktion Humane Schule e.V.) waren sich darin einig, dass die wissenschaftlich gesicherte Überlegenheit gemeinsamen Lernens in freien Settings und die unzureichende Wirkung des traditionellen Frontalunterrichts allgemein bekannt seien. „Hört auf zu unterrichten und geht zum Lernen über“, forderte Stefan Ruppaner, dies verschaffe den Lehrkräften Zeit für Lernbegleitung in selbstorganisierten Lernformen. Wie sich bestehende Freiheiten trotz struktureller Einschränkungen nutzen lassen, war dann auch Gegenstand der engagierten Diskussion.
47.000 Unterschriften für eine Schule ohne Angst
Vor der Mittagspause präsentierte Schülerin Amelie die von ihr auf den Weg gebrachte Petition zur Abschaffung unangekündigter Leistungstests, die bereits fast 48.000 Unterschriften gesammelt hat und demnächst dem Landtag übergeben wird. Angst vor „Überfällen“ in Form von Tests dürfe in der Schule keinen Platz mehr haben. Die Aktion wird mit einer Demo unterstützt.
Schule als Barriere zur Welt
Tim Wiegelmann, der sich als Bildungsrebell bezeichnet, eröffnete den nachmittäglichen Teil der Tagung mit seinen Gedanken über eine menschenwürdige Schule. Anhand seiner persönlichen Betroffenheit als körperbehinderter Mensch stellte er die Unveränderlichkeit individueller Voraussetzungen der Veränderbarkeit schulischer Bedingungen gegenüber. Diese seien aber starr und verhinderten Chancen: „Schule muss den Schüler*innen Verbindungen zur Welt eröffnen,“ so sein Credo. In der Realität aber bilde sie eine Barriere.
Tiefgreifende Reform fällig
Auf dem zweiten Podium machten sich sodann Nicole Gohlke (MdB für DIE LINKE), Stefan Ruppaner (s. o.), Richard Freis und Dominik Streher (beide vom LSR / Landesschülerrat Bayern), Martina Borgendale (GEW), Florian Kraus (Stadtschulrat in München) und Agnieszka Dinnebier (Kunterbunte Inklusion e.V.) Gedanken über folgende Frage: „Wie setzen wir die Gemeinschaftsschule in Bayern um?“
Souverän wiederum moderiert von Klaus Wenzel, Ehrenpräsident des BLLV, kristallisierten sich hier alsbald die Fragen nach finanziellen und personalen Ressourcen und der Haltung des Lehrpersonals heraus. Eine Reform des Schulwesens sei in Bayern überfällig, scheitere aber am Willen der Staatsregierung und der Bildungsverwaltung, deren eingeschränkte Diskussionsbereitschaft auch die Schüler*innenvertreter beklagten. Als „inoffizieller“ Weg wurde empfohlen, die Reformen über Organisationen und Strukturen der Zivilgesellschaft (Stammtische, Migrationsbeiräte, …) einzufordern und im Kleinen anzufangen.
Fazit
Die Tagung und ihre engagierten Protagonisten zeigten anhand der gegenwärtigen pädagogischen, rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen die Notwendigkeit und den starken Wunsch, das bayerische Schulsystem ins 21. Jahrhundert zu befördern. Nicht nur das veranstaltende Bündnis, auch die leidenschaftlich diskutierenden Gäste werden den Weg dorthin weiter zielstrebig beschreiten und nicht lockerlassen.
Für Rückfragen erreichen Sie uns wie folgt:
Dr. Gerald Klenk (Lernwirkstatt Inklusion e.V.) und Christine Lindner (Eine Schule für Alle in Bayern e.V.), info@buendnis-gemeinschaftsschule-bayern.de
Der Dachauer Stadtrat hat unseren Verein gebeten, ein Vereinsmitglied für die silberne Bürgermedaille auszuwählen. Die Philosophie unseres Vereins ist es, gemeinsam stark zu sein, um uns für die Belange Schwächerer einzusetzen. Insofern haben wir uns schwer zunächst schwer getan, eine einzelne Person aus unserem Verein für die Bürgerehrung herauszupicken.
Aber mit Sicherheit gäbe es den Verein nicht ohne die großartige Initiative unserer Vorständin Marianne Nickl. Sie hat uns den Glauben geschenkt, dass gelebte Inklusion möglich ist. Sie hat uns gezeigt, welchen Mehrwert Inklusion für uns, für unsere Kinder und für die Gesellschaft hat. Ohne ihre Entschlossenheit und ihre tiefe Überzeugung, dass Inklusion das einzig Richtige ist, wäre der Verein nicht entstanden. Marianne Nickl hat uns ermutigt, für unsere Kinder und den inklusiven Weg zu kämpfen.
Foto: Florian Göttler
Gemeinsam mit 11 anderen Müttern von Kindern mit einer Behinderung hat sie 2019 den Verein Kunterbunte Inklusion gegründet. Seither setzt sie sich tagtäglich mit unermüdlichem Einsatz für gelebte Inklusion ein. So unterstützt sie Familien z.B. im Rahmen von zeitintensiven, ganz individuellen 1:1-Beratungen auf der Suche nach inklusiven Lösungen und bestärkt sie auf diesem Weg. Für Marianne Nickl gibt es keinen „Fall“, für den ein inklusiver Weg nicht möglich wäre.
Gleichzeitig treibt sie im Verein Projekte zur Stärkung inklusiver Strukturen in der Gesellschaft voran. Von schulischer Inklusion über die Entwicklung inklusiver Zukunftsperspektiven für Jugendliche und junge Erwachsene auf dem ersten Arbeitsmarkt bis hin zur Beratung und Unterstützung anderer Vereine, Organisationen oder Behörden im Hinblick auf gelingende Inklusion bedient sie hier ein weites Feld. Und das stets mit unfassbarer Empathie, schier unendlicher Hilfsbereitschaft und der tiefen Überzeugung, dass inklusives Leben und Arbeiten für alle eine unglaubliche Bereicherung darstellt!
Deshalb haben wir uns dazu entschieden, dass sie die Ehrung stellvertretend für den gesamten Verein absolut verdient hat!
Wir freuen uns deshalb, dass Marianne Nickl mit der Ehrung ein kleines Dankeschön für ihren großartigen Einsatz erhält!
Moritz Nickl (16) aus Karlsfeld zeigt, wie Inklusion gelingt! Trotz eines seltenen Gendefekts hat er nie eine Förderschule besucht und absolvierte nun sein erstes inklusives Praktikum im Edeka-Markt Schermelleh.
Unterstützt von Marktleiter Daniel Schermelleh und seinem Team, lernte Moritz den Einzelhandel kennen und wuchs über sich hinaus.
Schermelleh, ein Vorreiter der Inklusion, sieht Menschen mit Behinderung als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft.
„Inklusion braucht Zeit – und Mut“, sagt er. Ein starkes Beispiel für echte Teilhabe und Chancen für alle!
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Bereits vor dem 1. Advent hat Familie Specht ihr Türchen für den BR geöffnet. Seht selbst, was das Fernsehteam zum Thema „Pflegende Angehörige“ alles in Erfahrung bringen konnte
In den Hauptrollen: unsere Vorsitzende Eva Specht, die bezaubernde Hannah, Papa Gregor sowie – live aus Frankreich – Schwester Pia